Der Absturz der Aéro-Service Ilyushin Il-76 im Jahr 2012 ist eine jener Ereignisse, die man kaum glauben kann, dass sie jemals passiert sind. Am 30. November 2012 stürzte das gigantische viermotorige Frachtflugzeug in der Republik Kongo ab, genauer gesagt in der Nähe von Brazzaville am Maya-Maya Flughafen. An Bord befanden sich sechs Crew-Mitglieder und ein Passagier, von denen keiner überlebte. Doch warum, fragen Sie sich vielleicht, geriet solch ein Flugzeug in Schwierigkeiten? Es handelt sich um eine komplexe Mischung aus schlechtem Wetter, fragwürdigen Sicherheitspraktiken und einer Landebahn wie aus einem Albtraum.
Um diesen Absturz besser zu verstehen, müssen wir ein wenig tiefer in das Chaos blicken, das an jenem Tag in Brazzaville herrschte. Durch schwere Gewitter und sintflutartige Regenfälle war die Sicht extrem eingeschränkt, wodurch der ohnehin schon gefährliche Landeanflug zur reinsten Höllenfahrt wurde. Aéro-Service, die den Flug durchführte, war bekannt für fragwürdige Sicherheits- und Wartungsmethoden. Im Jahr 2012 war die Fluglinie sogar auf der schwarzen Liste der EU-Luftverkehrsnormen. Aber nun kommt die wirklich zündende Frage: Warum, in aller Welt, konnte eine solche Fluggesellschaft überhaupt operieren?
Hier kommt die unvermeidliche Bürokratie ins Spiel, bei der man nur den Kopf schütteln kann. Regulationslöcher und falsche Prioritäten sind keine Überraschung, wenn es um Länder geht, die nicht gerade für ihre Stabilität und Effizienz bekannt sind. Als die Il-76 Brazzaville erreichte, war die Landebahn in einem teilweise fragwürdigen Zustand. Mangelndes Radar und chaotische Signalgebung auf dem Flughafen sorgten zusätzlich für Verwirrung, aber die Maschine wurde trotzdem zur Landung freigegeben. Das klingt für manche vielleicht nach schierer Unverantwortlichkeit, für andere ist es schlicht die Realität der Region.
Die Tragödie endete damit, dass die Maschine in ein dicht besiedeltes Wohngebiet raste, zahlreiche Häuser zerstörte und am Ende über 30 Menschenleben forderte. Was haben wir daraus gelernt? Zuallererst, dass fehlende internationale Standards und mangelnde Verpflichtung zu Sicherheit weltweit Menschenleben kosten. Doch noch frappierender ist die Frage, wie viele solcher Geschichten es wohl gibt, von denen wir nichts mitbekommen.
Natürlich gibt es die üblichen Argumente von wegen ‚Verfehlungen in der Luftfahrt sind menschlich‘ oder ‘Einzelfälle sind schwer zu verhindern‘. Doch wirklich? In Zeiten globaler Kommunikation und NIEMALS zuvor verfügbarer Technologien sollte wenigstens ein Minimum an internationalen Sicherheitsstandards gelten. Schaut man hierbei auf global agierende Institutionen, lässt sich fragen, ob sie tatsächlich mehr auf Sicherheit oder auf das Füllen von Taschen aus sind.
Für Skeptiker, die glauben, solche Unfälle seien in der modernen Luftfahrt seltene Ausnahmen, sei gesagt: nehmt die rosarote Brille ab! Jedes Jahr ereignen sich tragische Vorfälle, die teilweise nur knappe Erwähnungen in den Medien finden. Es bleibt eine sehr einfache Frage zu klären: Warum kann die Welt dies heute noch zulassen?
Natürlich dürfen wir nicht die Augen vor der Tatsache verschließen, dass manche einfach keinen besseren Zugang zu Technologie und Training haben. Doch merkt man schnell, dass dies kaum eine Entschuldigung ist, sicherheitstechnische Mindeststandards nicht einzuhalten. Doch anstatt dass sich darüber ernsthaft Gedanken gemacht wird, hüllen sich viele in Schweigen oder schieben die Verantwortung auf andere ab. Der tragische Absturz im Jahr 2012 ist ein weiterer Punkt auf einer langen Liste enttäuschender Versäumnisse.
Wie wir wissen, lenkt dort, wo es um öffentliche Sicherheit und globale Regeln geht, viel zu oft die Politik anstatt der gesunde Menschenverstand. Viele, die der Illusion eines harmonischen und geregelten Luftverkehrs nachjagen, erkennen nicht, dass Eigenverantwortung, starke Allianzen und nicht zuletzt das strikte Einhalten von Regeln die einzige Lösung sind. Denn sind wir ehrlich, wie oft interessiert es die breite Masse, wenn es um Flugzeugabstürze in fremden Ländern geht? Der Fokus bleibt meist abwesend, es sei denn, ein eigenes Interesse wird berührt.
Ein Flugzeugabsturz wie der der Aéro-Service Il-76 dient leider allzu oft lediglich als Anstoß für oberflächliche Diskussionen und kein echtes Handeln. Es ist höchste Zeit, dass wir lernen, weniger für den Augenblick und mehr für die Zukunft zu planen. Sicherheit in der Luftfahrt ist kein Luxus, sie ist eine Notwendigkeit—eine Priorität, die über Gutmenschentum und blitzschnelle Tweets hinausgeht!