Der MLR Entwurf von 2020 ist wie ein Wecker, der die Schweiz aus dem schläfrigen Dornröschenschlaf weckte. Für all jene, die etwas verpasst haben: MLR steht für "Mehrjährige Leitplanung Raumplanung", und 2020 war das Jahr, in dem dieser Entwurf die politische Stabilität in der Schweiz kräftig durchschüttelte. Konservative Köpfe lächelten, während die ideologisch verwirrten Bedenkenträger ihre Kampfbereitschaft gegen einen Wandel unter Beweis stellen mussten. Das MLR-Dokument war ein Versuch, die zukünftige räumliche Entwicklung der Schweiz zu planen und zu strukturieren. Die Schweizer Regierung plante es als langfristige Lösung, um den Herausforderungen des wachsenden Landes gerecht zu werden. Doch worüber machen wir uns hier wirklich Sorgen?
Das Jahr 2020 brachte nicht nur eine globale Pandemie mit sich, sondern auch diesen umstrittenen Entwurf, der in städtischen und ländlichen Gebieten Wellen schlug. Planer wollten die Siedlungsentwicklung eindämmen, den Verkehr optimieren und die Siedlungsflächen begrenzen. Klingt eigentlich logisch? Nicht so schnell. Kritiker schlugen schnell die Faust auf den Tisch und riefen den Untergang der traditionellen bäuerlichen Lebensweise und der Freiheit der Bürger aus. Weil, wissen Sie, städtische Entwicklungen sollen plötzlich besser vorhersehbar werden.
Für den konservativen Geist sind solche allumfassenden Pläne nichts anderes als verklärte Großstadtphantasien, bei denen Politiker glauben, sie seien weise genug, um unseren zukünftigen Lebensraum bestimmen zu können. Freiheit, individuelle Rechte und historisch gewachsene Strukturen? Die stehen auf dem Spiel. Der MLR Vorschlag sollte sich umfassend mit dem Umgang von Siedlungsflächen und dem Schutz natürlicher Ressourcen auseinandersetzen. Modernisten haben schnell applaudiert, und währenddessen hat sich auf der anderen Seite des Spektrums eine Welle von Fragen über die Nützlichkeit und Moral solcher Pläne ausgebreitet.
Der Plan, der die Etablierung von neuen Ballungszentren und die Optimierung der öffentlichen Verkehrsrelationen beinhaltete, war nicht weniger als ein Affront gegen die bodenständige Mentalität der ländlichen Bevölkerung. Auf dem Land, wo die Luft klarer ist und die Köpfe klar denken, brauchte man schon immer einen Spielraum für Entwicklung und Eigenverantwortung. Was dieser Plan wirklich bewächst, ist die Einleitung einer bürokratischen Monsterveranstaltung, die Entscheidungen aus den lokalen Händen reißt.
Wie praktisch unsichtbare Hände mit riesigen Stiften sollten in den nächsten Jahren Linien durch das Land gezogen werden, um neue Stadtzentren, Verkehrsnetze und ökologisch schützenswerte Gebiete zu definieren. Kritiker unterstellten dem Vorschlag unrealistische Ziele, die fernab von den Bedürfnissen der Gesellschaft stehen. Wollen wir die Schweiz tatsächlich mit einem starren Kurs voller Vorschriften einschnüren? Das "Nein" schallte lauter als die Entwürfe selbst.
Der Entwurf prahlte auch mit einem sogenannten "Zukunftsbild" der Schweiz. Eine Vision, die klingen soll, als würden Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Doch in der Realität schmeckt das Ganze mehr nach Ballungsräumen und genormten Straßenzügen, als nach der individuellen Freiheit und der Rücksichtnahme auf die lokal historisch gewachsenen Strukturen, die der Aufbau dieses Landes so reichlich gesät hat.
Lassen wir uns nicht täuschen: der Plan verspricht mehr als er halten kann. Siedlungsräume restriktiv zu lenken heißt auch, die Freiheit des Einzelnen aufzugeben, sein Land so zu nutzen, wie er will. Statt auf die Kosten zu achten, die administrativ auf uns zukommen könnten, wurde geplant, als gäbe es kein Morgen. Der große Verwaltungsaufwand ist wie der Elefant im Raum, über den niemand zu diskutieren schien.
So klug der Plan auch erscheinen mag, er zeigt erneut, wie schwer sich zentrales Denken mit der Wirklichkeit verträgt, in der Bürger sich erkauft fühlen, wenn ihnen die Freiheit zum Planen und Bauen genommen wird. Eine Sache ist sicher: Während die Luft für immer diktiert wurde, streiten die Köpfe nach klarem Verständnis. Die Schweiz, das Land der freien Bürger, die ihre Rückzugsorte gestalten wollen, verdient Besseres als einen von oben herab auferlegten Masterplan.