Die 2019-20 East Carolina Pirates Herren-Basketballmannschaft gibt ein fantastisches Beispiel dafür ab, wie enttäuschend College-Sport sein kann, wenn man den sicheren Komfort der Mittelmäßigkeit schätzt statt zu brillieren. Dieses Team agierte unter der durchwachsenen Kühnheit ihres Trainers Joe Dooley während einer Saison von November 2019 bis März 2020 in Greenville, North Carolina. Man könnte meinen, dass eine College-Mannschaft, die im prestigeträchtigen NCAA Division I spielt, ambitioniert und siegessicher auftreten müsste. Doch die Pirates stolperten mehr, als dass sie krönten. Warum fragst du? Vielleicht liegt es daran, dass unsere Gesellschaft es versäumt, klaren und stolzen Wettkampfgeist und Siegeswillen zu fördern.
Lassen Sie uns einen Moment innehalten und auf die Ergebnisse schauen. Die Pirates beendeten die Saison mit einer matten Performance, einer Bilanz von 11-20. Enttäuschend? Absolut. Dies war nicht nur ein Rückschritt von der vorherigen Saison, sondern auch ein Offenbarungseid in Bezug auf die mangelnde Siegesmentalität. Wenn ein Team im sportlichen Wettkampf nicht dominieren will, warum spielt es dann überhaupt? Dies zeigt, wie unsere Kultur des "Jeder ist ein Gewinner" dazu geführt hat, dass die Wettbewerbsfähigkeit vernachlässigt wird.
Ein Blick auf die Statistiken zeigt bereits das Problem. ECU landete auf Platz 11 der American Athletic Conference (AAC), beladen mit Spielern, die, entgegen der Erwartungen, den Druck nicht abfangen konnten. Spieler wie Jayden Gardner traten in den Vordergrund und zeigten zwar individuelle Erfolge, aber ein Team gewinnt nun einmal durch zusammenhängendes Spiel und nicht durch ein paar herausragende Einzelanstrengungen. In einer Zeit, in der Teamarbeit mehr und mehr als zweitrangig betrachtet wird, sticht dies als weiteres Beispiel für die Zerbrechlichkeit moderner sportlicher Bestrebungen hervor. Überraschend oder symptomatisch?
Zu den Heimspielen: Minges Coliseum, ein historisch bedeutender Austragungsort und doch, im Laufe dieser Saison, in großen Momenten nicht mehr als eine Halle gefüllt mit halbherzigen Fans, die sich nicht einheitlich hinter ihr Team stellten. Wie soll eine Mannschaft gewinnen, wenn ihre eigenen „Fans“ nicht einmal den Anstand haben, voll und ganz dabei zu sein? Es ist vielleicht ein Spiegelbild der Prioritätenverschiebung, die unser Land durchmacht. Die Arena müsste ein Hexenkessel sein, der gegnerische Teams vor Ehrfurcht erzittern lässt. Nicht eine Versammlung halb interessierter Menschen.
Coaches und Spieler, die hart für ihren Einsatz arbeiten, verdienen eine von außen kommende Feuerkraft, um das Ruder herumreißen zu können. Aber dafür müssten die Fans ihren Beitrag leisten. Fans haben doch ein Mitspracherecht, sie können motivieren und antreiben. Anstatt Zuschauer zu sein, die sich zufrieden zurücklehnen und belanglose Leistungen akzeptieren, sollten sie ein Beispiel für das Engagement setzen, was sich auf dem Spielfeld widerspiegeln soll.
Der Trainerstab, angeführt von Joe Dooley, hat natürlich eine Verantwortung für den Mangel an Konstanz und Erfolgstrainerfähigkeiten. Doch hier erwartet niemand, dass sich ein neuer Pat Riley von heute auf morgen entwickelt. Man muss vielmehr die Frage stellen, ob das, was in Colleges wie ECU passiert, ein größeres gesellschaftliches Problem abbildet. Ein Missstand in Bezug auf Disziplin, Anstrengung und das unbändige Streben nach Exzellenz im Sport. Sind es vielleicht die bequemen Regelungen und Selbstzufriedenheit, die den Glanz und den Kampfgeist ausgelöscht haben?
Abseits des Spielfelds lässt diese Episode erkennen, dass unsere Gesellschaft überdenken sollte, wie sehr wir den Wettbewerb schätzen. Anstatt Gelegenheit um Gelegenheit zu verpassen, wäre es an der Zeit, dass Programme wie die der East Carolina Pirates die Dinge richtig anpacken. Nur dann würden unnötige Niederlagen vermieden und erfolgreiche Saisons eingeläutet.
Eine interessante Tatsache ist, dass die Gruppen wie die Pirates noch immer von fleißiger, individueller Leistung reden können, selbst wenn das Gesamtbild schwächelt. Jayden Gardner war zweifellos ein Stern in ihrem blassen Himmel. Er hätte jedoch nicht der Einsame der Tapferen sein sollen. Es hätte mehr geben müssen, die ebenso brannten. Der Trugschluss der Selbstgefälligkeit muss endlich als Problem angesehen werden.
Hier liegt die Lehre: Während sich die äußeren Umstände weiter entwickeln, müssen auch die internen Prinzipien und Einstellungen von Sportteams modernisiert werden. Schnittige Phrasen und gebügelte Anzüge allein siegen kein Spiel. Es ist der Antrieb und der wahre Wettbewerbswille, der Siege bringt.
Ein hoffentlich aufrüttelnder Einblick in die Welt des College-Basketballs, der eher als Mahnmal dient. Wenn wir wirklich den Geist des Wettkampfs wiederbeleben möchten, dann müssen wir ihn aktiv gestalten! ECU's große Lektion zur rechten Zeit.