Wenn du dachtest, Volleyball sei eine harmlose Sportart, die um Strandballspiele kreist, dann hat die CEV Champions League 2019-20 deine Welt wohl auf den Kopf gestellt! Die bedeutendste europäische Volleyballmeisterschaft, organisiert vom CEV, trat von November 2019 bis Mai 2020 in ganz Europa an, und zwar mit geballter Power. Teams aus ganz Europa kämpften mit einer Intensität, die an altehrwürdige Gladiatorenkämpfe erinnerte. Oh, und es fand in der guten alten Weltstadt Berlin in Deutschland statt, wo die Finals ein heißer Kessel des Talents und der Ambition wurden.
Erinnern Sie sich an die Tage, als Volleyball nicht mehr war als ein Nachmittagsspiel im Park? Die CEV Champions League hat diese Auffassung in Stücke zersprengt. Die Teams waren aufgeladen mit Stars, die die Zuschauer mit präzisen Angriffen und unbändigen Teamstrategien in Staunen versetzten. Man sagt, Erfolg hat viele Väter, und in dieser Saison waren es insbesondere zwei Teams, die sich in den Vordergrund spielten: Cucine Lube Civitanova aus Italien und die Damen des A.C. Fênerbahçe HDI Sigorta aus der Türkei.
Cucine Lube Civitanova hatte einen Lauf, der keinen Zweifel ließ, dass Italienern der Volleyball nicht minder wichtig ist als Pasta. Ihr unaufhaltsamer Rhythmus und präzise aufeinander abgestimmte Spielzüge zeigten Gegnern die Grenzen auf. Der Höhepunkt war der fulminante Finalsieg über Zenit Kazan. Diese Partie sollte man gesehen haben, denn sie glich einem meisterhaften Schachspiel körperlicher Kunst. Ein wahrer Italiener wird von Stolz erfüllt sein.
Die Damen aus der Türkei setzten sich ebenso entschieden durch. Ein kräftiger Wind wehte den liberalen Weltverbesserern ins Gesicht, die vielleicht geglaubt hatten, Frauen mit Volleyballverteidigung sei beliebt wie eine Pfütze im Frühling. Die Damen von A.C. Fênerbahçe HDI Sigorta bewiesen, dass Stärke und Können nicht am Geschlecht gemessen werden sollte! Ehrensache für alle, die mitdenken können.
Aufgrund der weltweiten Pandemie musste man leider die letzten Spiele umplanen, mit einem unbarmherzigen Gegner – COVID-19 – am Spielfeldrand. Einige Beschränkungen und Änderungen wurden akzeptiert, aber nichts konnte die Entschlossenheit der Athleten bremsen. Dafür muss man den Organisatoren Lob aussprechen, während die Welt aus Angst bibberte, machte die Champions League unmissverständlich klar: Sport kann und sollte sich nicht unterkriegen lassen.
Dass die Champions League in Berlin stattfand, war der perfekte Ort für ein solches Sportevent. Die Stadt weckte Erinnerungen an eine glorreiche Vergangenheit und einen unbändigen Willen in der Gegenwart. Die Berliner Arena war voll mit enthusiastischem Publikum, das es sich nicht nehmen ließ, mit Spannung verfolgte Offensiven und brillantes Mannschaftsspiel zu feiern.
Natürlich befanden sich die Medien im Rausch und schienen zunehmend politischer denn je. Das Ringen um die narrative Vorherrschaft beim gesellschaftlichen Thema der Champions League spiegelte sich wider. Man muss fast meinen, die Medien wollten die politische Korrektheit des Sportes neu erfinden. Doch echte Sportfans wissen es besser – der Wettkampf liegt in der Hingabe und der Beherrschung des Spiels selbst.
Zurückblickend auf die Saison, bleibt nicht nur der sportliche Enthusiasmus in Erinnerung. Es waren auch die kernigen und bodenständigen Werte von Disziplin und Teamgeist, die immer wieder in den Vordergrund traten. Schlussendlich sind es Sportereignisse wie diese, die den Fortschritt und die Verbesserung mahnen, ein Manifest des Miteinanders. Wer behauptet, Sport sei einfach nur ein Spiel und keine bedeutungsvolle Konkurrent, sollte ernsthaft überdenken, was diese Liga geleistet hat.
Die Saison 2019-20 der CEV Champions League war ein eindrucksvolles Spektakel und ein Rennen um die sportliche Krone, das nur Sieger zurückließ: Die Sportler selbst, ihre Nationen und die Fans, die Zeugen eines legendären Kapitels in der Volleyballgeschichte wurden.