Wie klingt die Idee eines Dorfes, das sich selbst versorgt und in dem Gemeinschaft, Umwelt und Technologie harmonisch zusammenleben? Willkommen in Tamera, einem faszinierenden Ort, der in der wunderschönen Landschaft Portugals liegt und sich als lebendiges Experiment versteht. Tamera basiert auf den Prinzipien von Gemeinschaft, Ökologie und Nachhaltigkeit und zieht seit seiner Gründung 1995 Menschen aus aller Welt an, die sich für zukunftsweisende Lebensweisen interessieren.
Wo ist Tamera und was ist sein Ziel?
Tamera hat seinen Standort in der sanften Hügellandschaft der portugiesischen Region Alentejo. Diese rund 140 Hektar große Ansiedlung dient als Modell fürsorglicher Lebensweisen und hat zum Ziel, gesellschaftliche und ökologische Lösungen zu entwickeln, die über seine geografischen Grenzen hinaus erreichbar sind. Seit seiner Entstehung hat sich Tamera zu einem Zentrum des Friedens- und Umweltbewusstseins entwickelt.
Die Vision von Tamera
Die Gründer von Tamera, Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels, hatten eine kühne Vision: ein Raum zu schaffen, wo Menschen in Frieden mit der Natur und miteinander leben können. Das Konzept basiert auf dem Gedanken, dass Frieden im Großen nur möglich ist, wenn wir ihn im Kleinen, in unseren Herzen und Lebensweisen, verankern. In Tamera finden regelmäßig Workshops und Seminare statt, die sich mit Themen wie friedlicher Konfliktlösung, regenerativer Energie und Respekt für die Erde beschäftigen.
Gemeinschaft und soziales Experiment
Ein zentraler Aspekt von Tamera ist die Gemeinschaft. Die Menschen, die dort leben, haben beschlossen, traditionelle gesellschaftliche Strukturen und Rollenbilder zu überdenken. Das Ökodorf dient als soziales Experiment, in dem Partnerschaften und Familienstrukturen neu erfunden werden können. Jeder Bewohner beteiligt sich aktiv an Entscheidungsprozessen, wodurch Transparenz und Offenheit gefördert werden.
Nachhaltige Lebensweise
Tamera hat innovative Lösungen gefunden, um im Einklang mit der Natur zu leben. Ein Beispiel ist das Wasserlandschaftsprojekt, das mit ausgeklügelten Wasserspeichersystemen arbeitet, um die feuchten Winter und trockenen Sommer Portugals sinnvoll zu nutzen. Diese Wasserspeichersysteme reduzieren die Abhängigkeit von externen Wasserversorgungen drastisch und zeigen, wie man mit natürlichen Ressourcen im Einklang leben kann.
Technologie trifft Natur
Man könnte meinen, Technologie steht im Widerspruch zu einer ökologischen Lebensweise, doch in Tamera wird das Gegenteil bewiesen. Hier werden erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft genutzt, um nachhaltige Lösungen für eine energieautonome Zukunft zu erforschen. Mit innovativen Ansätzen wie der Aquaponik, einer Kombination aus Fischzucht und Pflanzenkultivierung, wird gezeigt, wie Technologie und Natur Hand in Hand arbeiten können.
Bildung und Weitergabe von Wissen
Ein weiterer Baustein von Tamera ist die Bildung. Die Impulsschule bietet Unterricht für Kinder und Erwachsene und beschäftigt sich mit Themen, die in den traditionellen Bildungssystemen oft zu kurz kommen, wie emotionale Intelligenz und Nachhaltigkeit. Durch diese ganzheitliche Bildungsphilosophie sollen Menschen dazu inspiriert werden, neue Werte und Praktiken in ihr tägliches Leben zu integrieren.
Warum ist Tamera wichtig für die Welt?
In einer Welt, die mit Herausforderungen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und sozialer Ungleichheit kämpft, bietet Tamera eine greifbare und ermutigende Vision einer anderen Lebensweise. Es inspiriert Menschen weltweit dazu, gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die Frieden, Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit anstreben.
Unter dem Strich zeigt Tamera, dass es möglich ist, ein reiches und erfülltes Leben im Einklang mit der Natur zu führen. Es ist ein Leuchtturmprojekt für alle, die bereit sind zu lernen, die bisherige Vorgehensweisen hinterfragen und sich für eine lebenswerte Zukunft engagieren.