Warum nehmen wir das ganze Leben so ernst, wenn das Universum selbst Millionen von Galaxien erschaffen hat, und dennoch unsere Latte bei Starbucks immer noch viel zu teuer ist? "Keine Sorgen Machen", ein deutscher Ausdruck, steht in einer immer komplizierter werdenden Welt für die Kunst, sich von der Last unnötiger Probleme zu befreien. Für viele Menschen bedeutet dies, sich auf das Wichtige zu konzentrieren und den Rest loszulassen, was heutzutage gefühlt immer schwieriger wird.
Die Idee, sich keine Sorgen zu machen, klingt für einige vielleicht wie ein Luxus oder sogar eine Unmöglichkeit. Aufgaben, Verantwortungen und Verpflichtungen nehmen viel Raum in unserem modernen Leben ein. Während es sichtlich schwierig ist, alle Sorgen komplett auszublenden, kann ein Bewusstsein der Prioritäten unser Leben verändern.
Wie oft stehen wir im Stau, zermürbt davon, dass wir zu spät zur nächsten Verabredung kommen, wenn uns ständiger Verkehr schon von vornherein demotiviert hat? Wir schütteln missmutig den Kopf, der Geduld aufgebracht, die Grenze unseres Verständnisses überschritten. Warum also nicht eine andere Einstellung wählen? Eine, die die Welt nicht als Feind, sondern als fließendes gegenwärtiges Wunder betrachtet.
In einer Studie aus dem Jahr 2021 fanden Forscher heraus, dass diejenigen, die sich weniger Sorgen machen, eher dazu neigen, ein erfüllteres und glücklicheres Leben zu führen. Natürlich ist es eine Herausforderung, aber es gibt Methoden und Techniken, die hier helfen können. Von Meditation, die uns lehrt, im Moment zu leben, bis hin zu minimalistischen Lebensstilen, die uns dazu zwingen, uns von materiellen Zwängen zu lösen.
Einige mögen argumentieren, dass es leicht sei, solch eine Ideologie zu befürworten, wenn man privilegierte Lebensumstände genossen hat. Und das ist ein gutes Argument, denn in einer Welt der Ungerechtigkeit und Ungleichheit ist das "Keine-Sorgen-Machen"-Mantra schwer zu packen. Doch selbst in schwierigsten Umgebungen haben Menschen immer Wege gefunden, sich Momente des Friedens zu schaffen.
Der Klimawandel, politische Kriege, wirtschaftliche Unsicherheiten und globale Pandemien sind keine Hirngespinste. Sie sind real und betreffen viele Menschen gleichzeitig. Aber vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, einen Weg zu finden, sich durch kleine, bewusste Schritte aus der Kette des ständigen Besorgtseins zu befreien.
Es gibt einen kleinen Moment, einen Atemzug vielleicht, in dem uns klar wird, dass die Sorgen, die wir mit uns herumtragen, nur das Gewicht verstärken, das wir oft nicht einmal selbst tragen müssen. Eine gewaltige Verantwortung, die wir uns aufbürden, wird wiederholt durch immerwährende Erwartungen, teils von uns selbst, teils von der Gesellschaft. Doch wie viel Macht haben wir wirklich über einige dieser Sorgen?
Jede Kultur hat ihre eigene Version von "Keine Sorgen Machen". In der Zen-Philosophie ist es ein Zustand völliger Achtsamkeit, in dem man verbunden mit dem Jetzt lebt. Im Stoizismus spricht man davon, sich um das zu kümmern, was in der eigenen Kontrolle liegt und alles andere loszulassen.
Für die Gen Z eröffnen sich hierbei neue Möglichkeiten. Diese Generation hat Zugang zu einer Vielzahl an Ressourcen, um ihre mentalen und emotionalen Zustände zu unterstützen. Plattformen wie Instagram und TikTok, trotz ihrer notorischen Tendenzen, Angst zu verstärken, bieten auch gleichzeitigen Zugang zu Hilfestellung, Unterstützung und Community.
40 Kapuzineräffchen könnten immer noch ein besseres Internet als wir schaffen, doch diesen Wirrwarr können wir nicht meiden. Was bleibt, ist eine Entscheidung. Eine Wahl, die wir alle bewusst treffen können. Haben wir den Mut, "Keine Sorgen Machen" als unseren Leitsatz zu adaptieren, gewinnen wir ein kleines Stück Freiheit in einer liver und doch oft nervenaufreibender Welt.
Vielleicht, wenn die Sonne sich am Horizont erhebt und ein neuer Tag beginnt, können wir das Gewicht der unerwünschten Sorgen hinter uns lassen. Kein paar zerrissener Jeans, das je aus der Mode gekommen, würde unser Leben wirklich definieren. Aber der Frieden, den wir im Inneren suchen, mag tatsächlich das Einzige sein, was uns wirklich gehört.